Redebeiträge

Hier findet ihr die Redebeiträge, die auf der Demo gehalten wurden, sofern diese uns zugeschickt wurden/werden:

Antifaschistsche Jugendarbeeit – Redebeitrag zum ehemaligen selbstverwalteten Jugendzentrum HAK

Wir befinden uns hier neben einem wunderschönen Parkplatz. Anstelle dieses Parkplatzes befand sich von 2000-2012 das selbstverwaltete Jugendkulturzentrum  „Hotel am Kalkberg“ kurz HAK genannt. Hier hatten Jugendliche und junge Erwachsene die Möglichkeit Konzerte zu organisieren, Partys zu veranstalten aber auch in Gruppen wie der Antifa aktiv zu sein und sich gegen Rechtsextremismus zu engagieren.

Wie wichtig antifaschistische Jugendarbeit ist sieht man sehr deutlich dort wo sie nicht mehr stattfinden kann und Neonazis versuchen junge Menschen auf der Straße und an den Schulen zu rekrutieren. Und das nicht nur im Osten.

Die Stadtvertretung hat seiner Zeit alles dafür getan dass das HAK geräumt und abgerissen wird und damit der antifaschistischen Jugend in Bad Segeberg den Boden unter den Füßen weg gerissen. Aber wir sind noch da!

Und wir sind geflasht davon heute so viele Menschen aus befreundeten Freiräumen und antifaschistischen Gruppen  hier zu sehen. Ihr seid klasse! Vielen Dank an euch alle!

Alerta, Alerta, Antifacista!!!

Wir sind hier um mit der Initiative „Segeberg bleibt bunt“ ein deutliches und kraftvolles Zeichen gegen Rechtsextremismus und für eine bunte, friedliche und tolerante Gesellschaft zu setzen!

Es geht nicht nur gegen eine einzelne Person oder eine kleine Gruppe. Es geht gegen ein Weltbild das in Form der AFD bereits Einzug in alle Parlamente gehalten hat.Wir gedenken den mindestens 200 Menschen die seit 1990 rechten Terror und Gewalt zum Opfer gefallen sind. Ihr seid in Gedanken bei uns. Heute, hier und jetzt.

Und nicht zuletzt sind wir hier um an die Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung am 9. November 1938 zu erinnern die in der systematischen Vernichtung von Millionen Menschen mündeten. Viele haben damals weg geschaut. So etwas darf sich niemals wiederholen!

Und darum schließe mit einem Zitat des Holocaust Überlebenden Elie Wiesel:
„Ich habe immer daran geglaubt, dass das Gegenteil von Liebe nicht Hass ist, sondern Gleichgültigkeit  Das Gegenteil von Glaube ist nicht Überheblichkeit, sondern Gleichgültigkeit. Das Gegenteil von Hoffnung ist nicht Verzweiflung, es ist Gleichgültigkeit. Gleichgültigkeit ist nicht der Anfang eines Prozesses, es ist das Ende eines Prozesses.“

In diesem Sinne; Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Wir sind mehr, Wir sind laut, Segeberg bleibt bunt statt braun!