Aktuelles

Henstedt-Ulzburg gegen Rechts

Am Samstag, den 17.10.2020, nahmen Mitglieder der Initiative Segeberg-bleibt-bunt an einer Kundgebung gegen ein Treffen der AFD in Henstedt-Ulzburg teil. Wir hatten wieder unseren fliegenden Ballon mitgebracht und sind auch der Bitte nachgekommen, Dinge mitzubringen die laut sind. Die Besucher der AFD-Veranstaltung wurden lautstark empfangen und rund um das Bürgerhaus, in dem die Veranstaltung stattfand, wurde den Teilnehmern von den rund 300 Gegendemonstranten klar gemacht, dass sie nicht willkommen sind. Im Laufe der Veranstaltung erschienen mehrfach Rechtsradikale, die souverän und friedlich des Platzes verwiesen wurden. Trotz vorherigem Platzverweis durch die Polizei, erschienen gegen 17.45 Uhr erneut 4 Männer, die eindeutig dem rechten Spektrum zuzuordnen sind. Sie provozierten mit rechten Sprüchen und wurden wiederum von einer Veranstalterin und der Polizei des Platzes verwiesen und an die Straße begleitet.

Kurz darauf rasten 2 der Männer mit einem Auto auf den Bürgersteig. Sie fuhren zunächst zwei Teilnehmer der Gegenveranstaltung an, die unterwegs waren, um etwas zu Trinken zu kaufen und die beide bei dem Angriff verletzt wurden, rasten dann, weiter beschleunigend, auf ein Paar zu, das auf der Suche nach einer Toilette war. Auch die Frau und ihr Freund waren zuvor auf der Gegendemo und während der Mann sich zwischen zwei parkende Autos retten konnte, wurde die Frau frontal erwischt und erlitt schwere Verletzungen.

Dies werten wir als versuchten Totschlag!

Als sehr befremdlich, weil völlig falsch, empfinden wir die Darstellung der Polizei! Sie spricht von Auseinandersetzungen zwischen Rechten und Linken, in deren Folge es zu einem „Verkehrsunfall“ kam. Der Täter soll nun wegen „Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr“ angezeigt werden und war zwei Stunden später wieder auf freiem Fuß.

Dabei handelt es sich hier um einen eindeutigen Angriff mit dem Auto, auf Teilnehmer einer
genehmigten Kundgebung.
In der Folge des Anschlags kam es zu vielen Versäumnissen der Polizei. So wurde der Rettungswagen von hinzueilenden Helfern und nicht von der Polizei gerufen. Auf den deutlichen Hinweis einer medizinisch geschulten Ersthelferin, das Opfer sei schwer verletzt, sagte ein Polizist:
„Was heißt schwer verletzt, sie blutet ja nicht mal.“
Zu diesem Zeitpunkt erschienen bei der Gruppe mit der Verletzten die beiden anderen Männer, die nicht mit im Tatfahrzeug saßen. Sie waren schockiert und sagten, sie seien anwesend gewesen und hätten gesehen was passiert ist, dass sie aber nicht wissen konnten, dass der Täter einfach in die Menschen reinfährt. Das hörten auch Polizisten, die sich ebenfalls dahingehend äußerten, dass es reines Glück sei, dass niemand gestorben ist. Desto mehr verwundert die spätere Darstellung der Polizei.
Als kurz danach weitere Teilnehmer der Gegenkundgebung den Ort des Geschehens erreichten und den Täter beschimpften, wurden sie von der Polizei abgedrängt. Zu Auseinandersetzungen kam es dabei nicht! Trotzdem hielt ein Polizist, der sich zu diesem Zeitpunkt noch rund 30 m vom Geschehen entfernt bei den Verletzten aufhielt, es für nötig, seine Waffe zu ziehen und einen Schuss in die Luft abzufeuern! Er konnte aus der Position, in der er sich beim Schuss befand, unmöglich die Situation objektiv beurteilen. Danach begab sich der Schütze zu seinen Kollegen und beteiligte sich weiter an dem Einsatz. Auf die Forderung seine Dienstnummer zu nennen, reagierten die Beamten zunächst mit Abwiegelung, als die Menschen aber darauf bestanden, wurde eine Nummer
genannt. Danach mussten wiederum die Teilnehmer der Gegenveranstaltung fordern, den Polizisten vom weiteren Verlauf des Einsatzes zu entfernen, damit dieser offensichtlich überforderte Beamte nicht noch weitere irrationale Taten verüben konnte.

Nach der ersten völlig verdrehten Darstellung der Ereignisse durch die Polizei verwundert es nun nicht, dass die Opfer und Zeugen sich vor einer Aussage um rechtlichen Beistand bemühen, um zu verhindern, dass die Täter als Opfer und die Opfer als Täter dargestellt werden.

Unsere Solidarität und unser Mitgefühl gilt den Opfern dieses rechtsmotivierten
Angriffs! Wir wünschen ihnen Gute Besserung und eine schnelle Genesung!

Initiative Segeberg-bleibt-bunt


Große Demo in Bad Segeberg am 07.11.2020

Schaut euch den Aufruf hier an: Demo 07.11.2020


Offener Brief zur Umbenennung des Gustav-Frenssen-Weg

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Frau Bürgervorsteherin, sehr geehrte Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter,

aufgrund neuster Erkenntnisse möchte die Initiative ‚Bad Segeberg bleibt bunt‘ Sie auffordern, den Gustav-Frenssen-Weg in Friedrich-Maßling-Weg umzubenennen. Friedrich Maßling ist der Name des bisher unbekannten 58 Jahre alten Mannes, der in Bad Segeberg am 29.März 1993 von Rechtsradikalen ermordet wurde. Der Name des Mannes und die Tatumstände wurden nun nach beinahe 30 Jahren durch ein Forschungs- und Dokumentationsprojekt der ZEIT und des Tagesspiegels erstmals offengelegt. Demnach wurde der Obdachlose Friedrich Maßling am Abend des 29.März 1993 von dem damaligen 19-jährigen Neonazi Bernd T. und dessen älteren Cousin über Stunden misshandelt und verstarb Tage darauf an den schweren Kopfverletzungen. Der Täter, der Rechtsradikale Bernd Tödter, lebt heute wieder in Bad Segeberg – in seinem Umfeld sind erneut schwere Gewalttaten aufgetreten.

Es ist zutiefst beschämend, dass es so lange Zeit erforderte, um den Namen und die Begleitumstände der rechtsradikalen Tat zu ermitteln. Daher fordern wir sie auf: Stellen Sie sich dieser unangenehmen Seite der Bad Segeberger Geschichte und setzen Sie ein Zeichen gegen Rechtsradikalismus!

Die Tatumstände:

„Der Obdachlose Friedrich Maßling (58) wird in den späten Abendstunden des 29. März 1993 in einer Obdachlosenunterkunft in Bad Segeberg von dem damals 19-jährigen Neonazi Bernd T. und dessen älteren Cousin über Stunden misshandelt. Friedrich Maßling war erst am Tattag in die Unterkunft eingezogen, in der seine beiden Angreifer schon seit Wochen lebten. Mit den Worten „Lass mal den Penner aufmischen“, drangen die Neonazis in das „Pennerzimmer“ ein und schlugen mit Fäusten, einem Stuhlbein und der Fahnenstange einer Flagge der neonazistischen Freiheitlichen Arbeiterpartei (FAP) auf ihr Opfer ein. Friedrich Maßling stirbt am 3. April 1993 im Krankenhaus an den schweren Kopfverletzungen. Im Prozess vor dem Landgericht Flensburg stellt sich heraus, dass der offen als Neonazi-Skin auftretende Bernd T. am Morgen nach dem Angriff sein schwer verletztes Opfer aufgefordert hatte, das verwüstete Zimmer wieder herzurichten und sein Blut wegzuwischen, denn er habe sich „für die Ordnung im Haus mitverantwortlich gefühlt“. Das Landgericht Flensburg verurteilt den 19-jährigen T. wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung mit Todesfolge zu einer dreieinhalbjährigen Jugendstrafe; sein erwachsener Cousin erhält drei Jahre Haft. Nach seiner Haftentlassung wird Bernd T. zu einem bundesweit bekannten gewalttätigen Neonazi.“ (Die ZEIT ONLINE, Todesopfer rechter Gewalt: 187 Schicksale, https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-09/todesopfer-rechte-gewalt-karte-portraet, 27. September 2018, 9:26 Uhr, Aktualisiert am 30. September 2020, 13:01 Uhr [der Name des Segeberger Opfers ist erst seit der Aktualisierung am 30.September 2020 bekannt])

Hintergrund: Das Dokumentationsprojekt der ZEIT

Die ZEIT ONLINE fragt nach den 187 Todesopfern rechter Gewalt seit der Wiedervereinigung und dokumentiert alle Opfer und Täter:

„Rechtsmotivierte Gewalttäter haben zwischen 1990 und 2020 in Deutschland mindestens 187  Menschen getötet. Doch in den offiziellen Statistiken der Sicherheitsbehörden tauchen nur 109 von ihnen auf. Diese Dokumentation aller Namen und Fälle soll den Opfern ein Gesicht geben und zeigen, dass sie nicht Opfer gewöhnlicher Kriminalität wurden.

Die Dokumentation entstand seit 2010 in einer gemeinsamen Langzeitrecherche von ZEIT ONLINE und Tagesspiegel. Sie stützt sich auf ein erstmals im September 2000 veröffentlichtes Vorgängerprojekt, an dem die Frankfurter Rundschau beteiligt war. Hunderte Lokalzeitungsartikel und Gerichtsurteile wurden dafür gesichtet, monatelang Opferberatungsstellen und Hinterbliebene, Anwälte und Strafverfolgerinnen befragt.

Aufgenommen wurden nur Fälle, bei denen die politische Motivation der Täter als sicher gelten kann. Seit dem Start des Projekts haben die Sicherheitsbehörden in mehr als 40 Fällen ihre ursprüngliche Bewertung revidiert und Fälle aus dieser Liste nachträglich in die offiziellen Statistiken aufgenommen.“ (Die ZEIT ONLINE, Todesopfer rechter Gewalt: 187 Schicksale, Von Paul BlickleFrank JansenHeike KleffnerJohannes RadkeJulian StahnkeToralf Staud und Sascha Venohr, https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-09/todesopfer-rechte-gewalt-karte-portraet, 27. September 2018, 9:26 Uhr, Aktualisiert am 30. September 2020, 13:01 Uhr)

Mit freundlichen Grüßen

Initiative ‚Bad Segeberg bleibt bunt‘

Email: kontakt@segeberg-bleibt-bunt.org

Anmerkung: Wir haben unser Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden gesendet und bitten um Weiterleitung an die Fraktionsmitglieder – vielen Dank!


9. September Spontandemonstration in Bad Segeberg

Gestern Nacht ist im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ein Feuer ausgebrochen welches nahezu das komplette Camp zerstört hat. Helfer gehen von vielen Toten und Verletzten aus.

Mehr als 12000 Menschen haben das Wenige verloren was sie noch besaßen und sind nun ohne Unterbringung und medizinische Versorgung.

Deshalb rufen wir zu einer spontanen Demonstration in Bad Segeberg auf!!!

Kommt alle um 18.30 zum Marktplatz um eine SOFORTIGE Evakuierung aller Flüchtlingslager zu fordern!!!

Sagt euren Freunden und Verwandten Bescheid und verbreitet den Aufruf auf allen Kanälen!

SAY IT LOUD SAY IT CLEAR: REFUGEES ARE WELCOME HERE!!!

SEGEBERG BLEIBT BUNT!!!

Bitte bringt einen Mundschutz mit und achtet auf genügend Abstand.


5. September 2020 11:00 Kirchwiese Bad Segeberg

Kommt alle!

United against Racism

Gemeinsam gegen Rassismus – für eine Gesellschaft der Vielen!

Wir folgen dem Bundesweiten Aufruf zum

Antirassistischen Aktionstag am 5. September

Die Initiative Segeberg-bleibt-bunt ruft für Samstag den 5. September um 11.Uhr zu einer Kundgebung auf der Wiese vor der Marienkirche auf.

Gemeinsam mit Euch allen, werden wir ein

mobiles Plakat gegen Rassismus und für eine Gesellschaft der Vielen gestalten.

Eigentlich schwebte uns die Idee vor, anlässlich des Aktionstages eine Menschenkette

zu machen und auf einer Freifläche ein Graffiti als bleibendes Zeichen gegen Rassismus zu hinterlassen.

Leider ist es uns trotz verschiedener Anfragen nicht gelungen, eine Wand dafür zur Verfügung gestellt zu bekommen.

Deshalb machen wir aus der Not eine Tugend!

Wir gestalten eine mobile Wand !

Diese Wand stellen wir Schulen , Geschäftsleuten, Organisationen, Behörden , Einrichtungen und Allen die sich positionieren zur Verfügung, um sie öffentlich auszustellen.

Gegen Rassismus und für eine offene,solidarische Gesellschaft der Vielen!

Lasst es uns überall sichtbar machen!

Kommt Alle , verbreitet den Aufruf auf allen Kanälen !

Wir sind Mehr!

Segeberg-bleibt- Bunt!

 


Bereits 158 Städte und Gemeinden in Deutschland haben sich zum sicheren Hafen erklärt und unterstützen damit die Aktion von Seebrücke.

Wir fordern, dass auch Bad Segeberg sich dieser Initiative anschließt!

An den europäischen Außengrenzen befinden sich allein 40 000 Menschen in Lagern auf den griechischen Inseln . Sie leben dort unter katastrophalen Zuständen. In Zeiten, in denen die Corona Pandemie uns alle bedroht, müssen auf der griechischen Insel Lesbos 20 000 Menschen mit zu wenig Wasser und Essen in einem Lager leben, das für 3 000 Menschen ausgelegt ist. Das ist eine unzumutbare Belastung für die geflüchteten Menschen und die anderen Bewohner der Insel!

Wir fordern:

  • Die Evakuierung der Menschen aus den Lagern an den europäischen Außengrenzen
  • Sichere Fluchtrouten
  • Entkriminalisierung der Seenotrettung
  • Erklärung der Stadt Bad Segeberg zum sicheren Hafen

Zur Unterstützung dieser Forderungen rufen wir am

Sonntag, den 28.06.20 um 11.00 Uhr

dazu auf, an die Promenade des großen Segeberger Sees zu kommen. Wir werden symbolisch Rettungspunkte im See verankern, bringt also Badesachen mit. Wer nicht mit uns ins Wasser gehen möchte, kann die Aktion vom  Ufer  aus unterstützen.

Kommt alle! Lasst uns zeigen, dass  sich die Menschen in Bad Segeberg für eine bunte, menschliche Gesellschaft engagieren! Machen wir deutlich, dass Menschenrechte für alle gelten, unabhängig davon,was der Pass über ihre Herkunft erzählt!

Bitte denkt während der Aktion an die Corona-Verhaltensregeln. Danke.


Eure

Initiative Segeberg-bleibt-bunt


Die Initiative Segeberg bleibt bunt, ruft am Samstag den 13.6.20 zu einem Flashmob gegen Rassismus auf.

Kommt mit Mundschutz, wenn möglich in schwarz gekleidet,  um 10 Uhr zur Kirchwiese in Bad Segeberg. Dort werden wir uns kurz besprechen und uns im Anschluss

Auf dem  Marktplatz mit Abstand aber beisammen, 8 Minuten und 46 Sekunden schweigend hinknien.

Wer nicht knien möchte, kann gern in einer anderen Position teilnehmen.

Wir gedenken George Floyd und allen Opfern von rassistischer Polizeigewalt weltweit. Abschließend enthüllen wir gemeinsam eine Skulptur.

Verbreitet den Aufruf gern auf allen Kanälen.


*Wir hinterlassen Spuren* #LeaveNoOneBehind

*

**Gemeinsamer bundesweiter Aktionstag am 5. April zur Evakuierung der griechischen Lager*

In den Lagern auf den griechischen Inseln müssen 40.000 Menschen unter katastrophalen Bedingungen ausharren. Etliche Organisationen fordern schon lange die Evakuierung zumindest von besonders gefährdeten Menschen aus diesen Lagern, denn die Situation ist seit jeher unerträglich, es fehlt an allem. Die Lager sind an sich eine permanente Menschenrechtsverletzung. Gegen diese unerträglichen Zustände, gegen die Angriffe der Faschist*innen und nun auch gegen die Corona-Viren, organisieren sich die Menschen vor Ort mit den unzureichenden Mitteln und Maßnahmen, um sich selbst,ihre Familien und Freund*innen zu schützen. Jetzt aber läuft die Zeit ab: Gefangen und isoliert auf den Inseln sind die der Corona-Pandemie ausgeliefert. Tatenloses Zuschauen heißt, die Menschen sterben lassen. Die deutsche Regierung muss jetzt handeln, sie muss jetzt evakuieren! Und sie kann es: Weltweit wurden deutsche Tourist*innen mit Flugzeugen zurückgeholt. Wir fordern eine Evakuierung von den griechischen Inseln, mehr als 140 aufnahmebereite Sicheren Häfen sagen: Wir haben Platz!

Unsere Solidarität endet nicht an nationalstaatlichen Grenzen, sie gilt für alle Menschen! In Zeiten der Corona-Pandemie stehen wir als Bewegungen und Organisationen vor neuen Herausforderungen. Gleichzeitig ist es notwendiger denn je, dass wir als Menschen aus diversen antirassistischen, antifaschistischen, menschenrechtlichen, queerfeministischen, Gesundheits-, Mieten- und Klimabewegungen und -organisationen, jetzt zusammenkommen und entschlossen dem verkürzten Solidaritätsbegriff von Merkel entgegentreten. Wie unsere Gesellschaft nach der Corona-Zeit aussieht, wird in diesem Moment verhandelt. Das können wir nicht denen überlassen, die jetzt die Schließung der Grenzen und autoritäre Maßnahmen feiern.

*Wir hinterlassen Spuren!*

Versammlungen von Menschenmengen sind zurzeit unverantwortlich. Genauso unverantwortlich wäre es aber, angesichts der sich weiter zuspitzenden humanitären Katastrophe nicht zu protestieren. Wenn wir nicht gemeinsam demonstrieren können, dann machen wir das nacheinander! Wenn wir uns mit zwei Meter Abstand an der Supermarktkasse anstellen können, dann können wir das auch für Solidarität!

Deshalb: Am Sonntag, den 5. April, setzen wir ein Zeichen. Wir setzen ein Zeichen unseres Protestes vor den Orten, die gerade darüber entscheiden, ob die Menschen auf den Inseln ihrem Schicksal überlassen werden oder nicht. Und wir setzen ein Zeichen an öffentlichen Orten und sagen: Hier ist Platz! Wir kippen Farbe aus, ziehen uns alte Schuhe an, spazieren einzeln im Minutentakt an diesen Orten vorbei und hinterlassen farbige Fußabdrücke. Wir können nicht zeitgleich mit vielen an einem Ort sein und wir werden auf unserer aller Gesundheit achten, aber wir können trotzdem zeigen, dass wir viele sind und unsere Spuren im öffentlichen Raum hinterlassen.

Und wir sagen schon jetzt: Wir kommen und wir kommen wieder. Bis die Inseln evakuiert sind. Wir lassen niemanden zurück!


Aufgrund von Corona, ist das Konzert abgesagt

Konzert für Demokratie und Vielfalt

Am 14. März 2020 findet in Kooperation von „Stadtjugendbüro (VJKA)“,

dem „Jugendzentrum Mühle“ und der Initiative „Segeberg bleibt bunt“ ein Konzert für Demokratie und Vielfalt in der Mühle in Bad Segeberg statt.

Es geht uns darum ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und rechte Gewalt zu setzen, was in Tagen wie diesen mehr als notwendig ist, sowie gemeinsam zu guter Live-Musik zu singen, zu feiern und zu tanzen.

Am Start sind:

  • Nein Danke! (Pop-Rock aus Bad Segeberg)

  • Beifang (Ska-Punk aus Kiel)

  • Rumba Santa (Latin-Ska aus Lübeck/Kiel)

Einlass: 19.00 Uhr

Beginn: 20.00 Uhr

Eintritt: 8,00 € (ermäßigt 5,00 €)

Ort: Jugendzentrum Mühle

An der Trave 1 – 3

Bad Segeberg

Kein Platz für rechte Gewalt in Bad Segeberg und anderswo!

Für eine demokratische, friedliche und vielfältige Gesellschaft!


Voller Entsetzen, Trauer und Wut über das Rechtsterroristische Attentat in Hanau werden wir heute am 20.2.2020 um 18.00 auf dem Marktplatz in Segeberg eine Demo und einen Trauermarsch veranstalten.

Kommt zahlreich und leitet die Nachricht an alle weiter.

Bringt Kerzen, Blumen und Transparente mit.

Initiative Segeberg – bleibt – bunt

18.01.2019 Lichterfest für ein tolerantes Miteinander

Nachdem die Segeberger*innen am 09.11.19 mit ihrer Demonstration ein Zeichen gegen rechte Gewalt gesetzt haben, wollen wir nun mit unserem Lichterfest ein weiteres Zeichen setzen.

Wir haben in Bad Segeberg ein Problem mit Neonazis! Auch wenn durch die vielfältigen Aktionen gegen die Nazis und durch die Inhaftierung eines der führenden Mitglieder des „Aryan Circle“ die Gruppe momentan weniger öffentlich auftritt, als vor einigen Wochen, gehen Einschüchterungen und Gewaltdrohungen durch die rechte Szene weiter.

Es ist höchste Zeit Zivilcourage zu zeigen. Wir akzeptieren nicht, dass der gesellschaftliche Diskurs durch Parteien wie die AfD immer weiter nach rechts gerückt wird.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Homophobie, Ausgrenzung und die Herabwürdigung von Mitmenschen haben keinen Platz in unserer Gesellschaft.

Wir werden ein spektakuläres Lichterfest feiern!

Der Südstadtspielplatz wird bunt erstrahlen, Feuershow-Künstler*innen und Livemusiker*innen sorgen für ein vielfältiges Programm. Es wird Spiel- und Bastelangebote für Klein und Groß geben. Für das leibliche Wohl wird mit Suppen und Heißgetränken gesorgt.

Wir treten gemeinsam für eine weltoffene und bunte Stadt ein. Wir lassen nicht zu, dass Ausgrenzung und Herabsetzung von Mitmenschen, Angst und Rassismus das Lebensgefühl in unserer Stadt bestimmen. Wir werden die Plätze für ein gemeinsames Leben nutzen und verhindern, dass Menschen Angst haben müssen sich in bestimmten Bereichen frei zu bewegen.

Gemeinsam werden wir die Plätze in unserer Stadt beleben, um uns gegenseitig kennenzulernen, uns zu unterstützen und um miteinander einen bunten und toleranten Alltag zu verwirklichen.

In diesem Sinne: Kommt alle am 18.1.2020 ab 16 Uhr zum Lichterfest! Bringt alle mit: Eure Eltern, Kinder, Großeltern, Freund*innen, Kolleg*innen, Nachbar*innen und alle, die mit uns Vielfalt und eine offene Gesellschaft feiern möchten.

Lasst Bad Segeberg bunt erstrahlen, als Zeichen für Demokratie und Toleranz!
Solidarität mit allen Antifaschist*innen weltweit!

27.12.2019 Vielfalt zeigen – Punsch und Glühwein gegen Rassismus

Am 27.12. wollen wir mit Euch an der Versöhnerkirche (Falkenburger Str. 86, Bad Segeberg) Präsenz zeigen und ein Zeichen gegen Rassismus setzen. Kommt zahlreich, lasst uns zeigen, dass Segeberg bunt ist und bleibt!
Von 16-19 Uhr mit Musik vom Band und Feuerkorb.
 
Unterzeichnet wird der Aufruf von alleineinboot / Omas gegen Rechts / Bündnis für Demokratie und Toleranz / Initiative Segebrg bleibt bunt! / und weiteren AnifaschistInnen aus Segeberg und Umland
 

Bitte erscheint Zahlreich und verteilt den Aufruf weiter und macht ordentlich Mundpropaganda.


28.11.2019 Demo in Bad Segeberg

Wie empfangen die Demo der Segeberger Schulen zahlreich und farbenfroh mit unserem Plakat um 15:00 auf dem Marktplatz , 28.11. – Kommt allle!

30.11.2019 – Protest gegen den AFD-Bundesparteitag in Braunschweig


11.12.2019 – „Was tun gegen Rechtsextreme im Ort?“

Vortrag von Andreas Speit & Diskussion

Mittwoch, 11. Dezember, 19 Uhr JugendAkademie Segeberg Marienstr. 31

Der Journalist Andreas Speit stellt in seinem Vortrag die Entwicklung der rechtsextremen Szene in S-H vor.


 

Auch nach der besten Demo kanns das nicht gewesen sein. Wir machen weiter mit Aktivitäten und Plänen:

  • gemeinsame Stadt-Spaziergänge mit Aufkleber-Abkratz-Challenge
  • Unterstützung des Schul-Sternmarsches (toll, dass ihr das macht, Schüler*innen, Lehrer*innen und Schulleitungen!)
  • Lichterfest im Südstadtpark
  • Straßen-Umbenennungs-Party im Gustav-Frenssen-Weg (Pfui Bad Segeberg – die Straße heißt immer noch nach einem begeisterten Nationalsozialisten!)
  • antifaschistischer Stammtisch
  • Schönes fürs Straßenbild – wir wollen Aufkleber und Plakate drucken
  • antifaschistisches Fußballturnier im Frühjahr
  • …..
  • hier könnte deine Aktion stehen!
    Mach mit oder schließ dich mit Freunden zusammen und engagiere dich! Aber sei auch immer vorsichtig – wir haben es mit äußerst gewaltbereiten Neonazis zu tun!

Kommt alle zum

Bad Segeberg räumt auf!